Der Vermieter ist nicht ohne Zustimmung des Mieters berechtigt, einen Schlüssel zu der vermieteten Wohnung zu verwahren. Dieser kann durch den Mieter jederzeit heraus verlangt werden. Der Vermieter ist auch nicht berechtigt, ohne Zustimmung des Mieters die Wohnung zu betreten. Dies ist nur mit Erlaubnis und Zustimmung des Mieters möglich.

Das unberechtigte Betreten der Mietwohnung durch den Vermieter stellt einen sog. Hausfriedensbruch dar, der einen Straftatbestand erfüllt. Er berechtigt den Mieter nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin auch zu einer fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses ohne vorher eine Abmahnung aussprechen zu müssen.

(LG Berlin, Urteil vom 09.02.1999 - Az.: 64 S 305/98)

Kündigt der Mieter aber erst drei Monate nach dem unberechtigten Betreten durch den Vermieter, dürfte eine Kündigung unwirksam sein, da die Unzumutbarkeit der Fortführung des Mietverhältnisses in diesem Fall anzuzweifeln wäre.


Quelle: Newsletter 01/2020 Vermieterverein e.V.